Calton Hill in Edinburgh

Edinburgh mit Kindern erleben

Mit Kind und Kegel in die Hauptstadt Schottlands – Edinburgh. Die mittelalterliche Stadt hat für Groß und Klein so einiges zu bieten und eignet sich aufgrund der geringen Entfernung zu Deutschland ideal für einen entspannten Familien-Trip. Erfahre mehr über Edinburgh mit Kindern.

Bequemes Schuhwerk ist ein Must-have, wenn man die Sehenswürdigkeiten von Edinburgh entdecken möchte. Zunächst geht es jedoch etwas komfortabler zu. Wir steigen in den Airlink-Bus Nr. 100, der uns vom Airport direkt zu unserem gemütlichen Gästehaus (Murrayfield Park Guest House) bringt, das nur wenige Minuten mit dem Bus oder Taxi von Edinburghs beliebtesten Sehenswürdigkeiten entfernt liegt. Schnell noch einchecken, Gepäck abgeben und schon kann unser dreitägiger Reisetrip samt Kind und Kegel beginnen.

Mit dem Stadtplan in der Hand machen wir uns in Richtung Innenstadt auf und die ersten Eindrücke, die uns durch den Kopf huschen, münden in ein beeindruckendes ’Wow‘. Und wir waren noch nicht einmal bei den Höhepunkten der Stadt in greifbarer Nähe angekommen. Gregorianische Stadthäuser und weit angelegte Grünanlagen flankieren unseren Weg. Nach knapp einer halben Stunde ist es schließlich soweit.

Highlights und Sehenswürdigkeiten in Edinburgh

Wie auf einer Premierenfeier hob sich der Vorhang, und die Pracht Edinburghs zeigt sich von ihrer schönsten Seite – Edinburgh Castle.

Von der Princes Street aus, die Old Town und New Town voneinander getrennt, entscheiden wir uns spontan für die Altstadt von Edinburgh. Ihr Anblick mit all den Steinmassen lässt uns glauben, als ob sie in mehreren Schichten aufgetürmt wurde. Manche Häuserblocks weisen sogar bis zu 15 Stockwerke auf. Schnurstracks laufen wir durch schmale, langgezogene Gassen, genannt “Close”, und gelangen auf die berühmte Royal Mile. Es ist die Lebensader von Old Town. Denn hier reihen sich Souvenirläden, Whiskygeschäfte, Boutiquen, Pubs, Cafés und Restaurants wie an die Perlen an einer Kette aneinander, während sich die Touristen auf den von ihr abzweigenden Gassen tummeln. Übrigens: Die Royal Mile teilt sich in drei Abschnitte – Lawnmarket, High Street und Canongate.

Edinburgh Castle (Schottland) Residenz der schottischen Monarchen.

Auf dem 120 Metern hohen Castle Rock thront das imposante Edinburgh Castle, genauer gesagt auf einem Vulkankegel, der vor 340 Mio. Jahren erlosch. Im Schloss selbst wird es intim: Kronjuwelen, die Reliquie ’Stone of Scone‘ und eine schlichte Kapelle, in der heute noch geheiratet werden kann. Doch gebt acht: Es passen nicht mehr als 20 Hochzeitsgäste inkl. Brautpaar hinein. Noch ein kleiner Tipp: Um von der Geschichte des Schlosses mehr zu erfahren, gibt es zu jeder vollen Stunde eine kostenlose Führung mit Witz und schottischem Charme.

Wir verabschieden uns vorerst vom betörend schönen Ausblick auf New Town und Calton Hill und spazieren gemütlich die Royal Mile bis zum königlichen Holyrood-Palace hinunter, vorbei an der St. Giles Kirk und dem Scottish Parliament. Zum Abschluss unseres ersten Tages in Edinburgh kehren wir noch im Deacon Brodie’s Tavern ein und bestellten uns ein kühles, erfrischendes Guinness.

St Giles' Cathedral ist Edinburghs wichtigste Kirche.

Der zweite Tag kommt überraschend schnell. Denn die Übernachtung in unserem Gästehaus war sehr gewöhnungsbedürftig, um es milde auszudrücken. Die Wände scheinen aus Pappe zu sein, da wir beinahe jedes Wort der anderen Gäste mitbekommen haben. Zudem gesellte sich das laute Knallen der Türen hinzu.

Wie dem auch sei, wir machen das Beste aus der Situation und starten recht früh in den Tag. Nach nach einer kurzen Busfahrt sind wir auch schon wieder auf dem Schloss, um uns einer Führung anzuschließen.

Tipp: Holt euch eure Eintrittskarten übers Internet. Somit braucht Ihr nicht anstehen. Ein Highlight für alle Schlossbesucher ist es, die tägliche One o’clock gun mitzuerleben.

Mit einem lauten Knall geht es weiter hinunter zum Holyrood-Palace. Zu besichtigen gibt es hier die offiziellen Räumlichkeiten, in denen sich die Queen und andere Mitglieder der Königsfamilie aufhalten, sofern sie in Edinburgh verweilen. Zu besichtigen gibt es die Mary’s Chambers (Mary Queen of Scottland), die Queens Gallery sowie die Abtei.

Die offizielle schottische Residenz der Königin von England ist der beeindruckende Holyrood-Palast in Edinburgh.

Geister in den Katakomben der South Bridge?

Gegen 18 Uhr in der Nähe von der St. Giles Kirk wird es gespenstisch. Denn wir haben uns zu einer Geistertour (Mercat Tour – Verborgene Geschichte, 12 Pfund Erwachsene) angeschlossen, die uns durch die Closes von Olt Town und hinunter in die Katakomben der South Bridge führt. Unser deutschsprachiger Guide heißt Lydia, die uns die dunkle und geheimnisvolle Seite des alten Edinburghs zeigt.

Kunst und Genuss in Edinburgh

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Edinburgh stehen zwei Punkte auf unserer Sightseeing-Liste: The Scottish National Gallery und Teatime im Balmoral.

Über das gesamte Stadtzentrum bietet Edinburgh eine Fülle an Kultur. Hierzu gehören Ausstellungen in Museen und Galerien, Musik, Theater, Street Performer und vieles mehr, sodass die Stadt für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Uns zieht es in The Scottish National Gallery, das an der Princes Street liegt. Wir betrachten Gemälde, Drucke, Zeichnungen und Skulpturen vom 14. bis zum 19. Jahrhundert sowie eine Sammlung schottischer Kunst vom 17. bis zum 19. Jahrhundert.

Ein Buttler zur Teatime im Balmoral

Nach so viel Kunst brauchen wir erst einmal eine kleine Verschnaufpause und wir suchen uns einen Platz im idyllisch gelegenen Princes Street Garden. Doch das ist leichter gesagt als getan. Wegen den sommerlichen Temperaturen von bis zu 25 Grad Celsius haben noch viele andere diese Idee gehabt.

Den Höhepunkt des Tages bildet schließlich der Besuch im symbolträchtigsten Gebäude der schottischen Hauptstadt: The Balmoral.

Afternoon Tea Time im Balmoral in Edinburgh - ein ganz besonderes Highlight in der schottischen Hauptstadt..

Pünktlich um 15:30 Uhr sitzen wir im majestätischen Salon des 5-Sterne-Hotels und sind bereit für unseren perfekten schottischen Nachmittagstee mit kleinen Sandwiches, traditionellem Teegebäck mit geschlagener Sahne, Marmelade und eine Auswahl an erlesenen Teesorten. Bedient werden wir von unserem ganz persönlichen Butler.

Tipp: Ihr solltet bereits in Deutschland einen Tisch reservieren.

Alles passt wunderbar zusammen – wir haben unseren Nachmittagstee genossen und zwei wunderbare Stunden im Balmoral erlebt.

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